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In ihrer Arbeit "eine Standortbestimmung" zieht Dagmar Nettelmann Schuldt eine ganz eindeutige Grenze zwischen dem Selbst und der Außenwirkung. Ein Kleid, aus Absperrband gestrickt, signalisiert in aller Deutlichkeit: Hier bin ich, unübersehbar, doch alles diesseits des Kleides, mein Selbst, ist Sperrgebiet und wird verborgen bleiben.
Dem ist ein überlebensgroßer Fingerabdruck gegenübergestellt, teils gezeichnet, teils geritzt, ein weiterer Verweis auf die Körperlichkeit der Identität, gleichzeitig darauf, welche zarten, komplexen und sich immer wieder der Darstellung entziehenden Spuren sie in der Welt hinterläßt und dadurch Zeugnis von sich gibt.
( aus derEröffnungsrede zur Jahresausstellung des BBK 2019 "Me at the Zoo"
von Dr. Thomas J. Piesbergen





Kleid
350 Meter Absperrband
gestrickt

Fingerabdruck
Zeichnung und Ritzung hinter Acrylglas
Größe 60x80cm
2012

Fotos: Henning Schudt, Bettina Vajen, Rainer Peeck